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Für Manufakturen, Direktvermarkter und Bäckereien

Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel?

Einige Kriterien erklärt, die dir bei der Auswahl vom Etikettendrucker für Lebensmittel helfen können.

Von Rezeptrechner Team · Veröffentlicht am

Etikettendrucker für Lebensmittel: Was du brauchst

Wer als Manufaktur, Hofladen oder Selbstvermarkter Marmelade, Pralinen, Käse, Saucen oder Gebäck verpackt verkauft, braucht für jede Sorte ein Etikett mit den Pflichtangaben der LMIV (EU-Verordnung 1169/2011). Ein Etikettendrucker für Lebensmittel ist ein Drucker, der diese Etiketten auf Rollen druckt, passend zur Größe deiner Verpackung. Ändern sich MHD, Losnummer oder Rezeptur, druckst du mit einem eigenen Etikettendrucker einfach neu, statt auf die Druckerei zu warten. Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel passt, hängt vor allem von Etikettengröße, Farbe und Menge ab.

In diesem Artikel gehe ich kurz darauf ein, was bei Lebensmitteletiketten zu beachten ist und welcher Etikettendrucker sich eignet.

Lebensmitteletiketten erstellen | Software

Mit der Rezeptrechner Software erstellst du Lebensmitteletiketten auf Basis der Rezepturen. Das Ergebnis sind Etiketten als Bilddateien (JPG, PNG) oder PDF, die du mit deinem Etikettendrucker druckst oder in den professionellen Druck gibst.

Welcher Etikettendrucker für Lebensmittel? Die Kriterien

Druckverfahren: Thermodirekt oder Farbe

Beim Etikettendrucker für Lebensmittel entscheidest du zuerst zwischen Thermodirekt und Farbe. Ein Thermodirektdrucker ist ein Etikettendrucker, der ohne Tinte, Toner oder Farbband druckt: Der Druckkopf schwärzt wärmeempfindliches Thermopapier. Das ist günstig im Betrieb, druckt aber nur schwarz. Farbe bekommst du entweder mit vorbedruckten Etiketten, auf denen Logo und Hintergrund schon stehen, oder mit einem Farbetikettendrucker mit Tinte.

Thermodirekt Farbe (Tinte)
Druckschwarzvierfarbig, Logo und Bilder
Verbrauchsmaterialnur Thermo-EtikettenrollenEtikettenrollen und Tintenpatronen
Anschaffungca. 180 bis 500 €ab ca. 1.650 € netto
Passt fürEtiketten in Schwarz oder auf vorbedruckten RollenFarbetiketten in kleinen Auflagen

Etikettengröße: 2 oder 4 Zoll

Die Breite des Druckers begrenzt die Breite deiner Etiketten. Ein 2-Zoll-Drucker nimmt Rollen bis rund 60 mm Breite, zum Beispiel 60 × 40 mm für Pralinen oder 60 × 80 mm für ein Marmeladenglas. Ein 4-Zoll-Drucker schafft bis rund 118 mm, etwa für Flaschenetiketten, Beutel oder Etiketten mit großer Nährwerttabelle. Hoch- oder Querformat stellst du in der Software ein.

Vorgestanzte Etiketten oder Endlosetiketten

Vorgestanzte Etiketten haben eine feste Größe und lösen sich einzeln vom Trägerpapier. Das ist einfach, du brauchst aber für jede Größe eine eigene Rolle. Endlosetiketten schneidet der Drucker auf die Länge, die du brauchst. Dafür brauchst du einen Drucker mit Schneider, beim Brother TD-4520DN und beim Epson CW-C4000e gibt es ihn als Zubehör.

Etikettendrucker für Gläser, Flaschen und Gefriergut

Ob ein Etikett auf der Verpackung hält, entscheiden Etikettenmaterial und Klebstoff, nicht der Drucker. Der Drucker bestimmt aber, wie groß das Etikett werden kann:

  • Marmeladengläser und andere Gläser: Etiketten bis 60 mm Breite passen auf die meisten Standardgläser, dafür reicht ein 2-Zoll-Drucker. Für feuchte oder gekühlte Gläser eignen sich Etiketten aus Kunststofffolie.
  • Flaschen: Flaschenetiketten sind meist breiter und höher, zum Beispiel für Sirup, Öl oder Likör wie im Beispiel Eierlikör Etikett. Dafür brauchst du einen 4-Zoll-Drucker.
  • Gefriergut und Kühlware: Für Tiefkühlprodukte brauchst du Etiketten mit Tiefkühlkleber, die auch bei Minusgraden und Kondenswasser halten.

Etikettendrucker für Gastronomie und Küche

In Restaurants, Kantinen und Großküchen geht es oft um MHD-Etiketten: Vorbereitete Speisen, Saucen oder Eingefrorenes bekommen ein Etikett mit Bezeichnung, Herstell- und Verbrauchsdatum. Ein 2-Zoll-Drucker mit Display und Tastatur wie der Brother TD-2130N druckt solche MHD-Etiketten auch ohne PC direkt am Gerät. Für Speisen zum Mitnehmen (Take-away) und vorverpackte Gerichte druckst du dagegen das vollständige Etikett mit Zutaten, Allergenen und Nährwerten aus der Rezeptrechner Software.

Etikettendrucker für Lebensmittel im Vergleich

Diese Etikettendrucker für Lebensmittel decken die typischen Fälle in Manufakturen, Direktvermarktung und Bäckereien ab. Mit allen druckst du das PDF aus der Rezeptrechner Software. Mit Brother arbeiten wir übrigens eng zusammen: Der Rezeptrechner ist offizieller Softwarepartner von Brother für Lebensmitteletiketten. Die Brother-Drucker haben wir selbst ausprobiert.

Schwarz-weiß: Thermodirektdrucker

Als Etikettendrucker für Lebensmittel reicht in den meisten Fällen ein Thermodirektdrucker, der schwarz druckt. Farbe bringst du bei Bedarf über vorbedruckte Etikettenrollen mit Logo und Hintergrund ins Spiel.

Etikettendrucker für Lebensmittel: Brother TD-2130N, 2-Zoll-Thermodirektdrucker mit Display und Tastatur für Etiketten bis rund 60 mm Breite
Etikettendrucker für Lebensmittel mit 2 Zoll: Brother TD-2130N, Vorgänger des TD-2135N, für Standardgrößen bis rund 60 mm.
Etikettendrucker für Lebensmittel: Brother TD-4520DN, 4-Zoll-Thermodirektdrucker für große Lebensmitteletiketten bis 118 mm Breite
4 Zoll: Brother TD-4520DN für große Etiketten, Flaschen und Beutel.
Merkmal Brother TD-2135N Brother TD-4520DN
Druckverfahren Thermodirekt Thermodirekt
Druck schwarz schwarz
Etiketten 19 bis 63 mm 19 bis 118 mm
Auflösung 300 dpi 300 dpi
Schneider für vorgestanzte Rollen als Zubehör
Passt für Standardgrößen bis 60 mm: Marmeladengläser, Pralinen, Käse, Gebäck, MHD-Etiketten in der Küche Flaschenetiketten, Beutel, große Etiketten mit Nährwerttabelle, viele verschiedene Größen
Preis¹ ca. 180 bis 250 € ca. 400 bis 500 €

¹ Händlerpreise inkl. USt., Stand Oktober 2026. Die Preise schwanken je nach Händler. Der Brother TD-2135N ist der Nachfolger des TD-2130N.

Farbdruck: Farbetikettendrucker

Wer Logo, Bilder und Pflichtangaben in einem Druck auf weiße Etiketten bringen will, braucht einen Farbetikettendrucker mit Tinte. Für Lebensmittel eignet sich Pigmenttinte, weil sie wischfest und wasserbeständig ist, etwa bei Kühlware oder feuchten Gläsern.

Epson ColorWorks CW-C4000e

  • Druck: vierfarbig (CMYK) mit Pigmenttinte, bis 1.200 dpi
  • Etiketten: Druckbreite bis 108 mm, Endlos- oder vorgestanzte Rollen, Schneider als Zubehör
  • Passt für: Farbetiketten mit Logo und Bildern in kleinen Auflagen
  • Preis: ca. 1.650 € netto (Händlerpreis, Stand Oktober 2026), dazu Tintenpatronen je Farbe

Für größere Mengen gibt es bei Epson die ColorWorks C6000-Serie mit automatischem Schneider und Etiketten bis 112 mm Breite.

Du benötigst Beratung?

Welcher Etikettendrucker und welche Etikettenrollen zu deinen Produkten passen, klärst du mit einem unserer Fachhändler. Sie kennen den Rezeptrechner und helfen dir auch bei Etikettenmaterial für Kühlware oder feuchte Gläser.

Lebensmitteletiketten drucken: so geht’s

Der Etikettendrucker druckt, was du ihm schickst. Die Pflichtangaben entstehen vorher in der Software. Das geht in drei Schritten:

1

Rezeptur anlegen

Du legst dein Rezept mit Zutaten und Mengen in der Rezeptrechner Software an. Nährwerte, Zutatenliste und Allergen-Vorschläge kommen aus der Rezeptur und dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS). Zugekaufte Zutaten legst du mit den Angaben deines Lieferanten als eigene Zutat an.

2

Etikett passend zur Rolle gestalten

Im Etiketten-Generator stellst du Höhe und Breite deiner Etikettenrolle in Millimetern ein, wählst Hoch- oder Querformat, Schriftgrößen und Logo und blendest die Nährwerttabelle ein oder aus. MHD, Losnummer und Aufbewahrung trägst du selbst ein. Das Layout speicherst du als Vorlage für alle Sorten.

3

Als PDF herunterladen und selber drucken oder in den professionellen Druck geben

Das Etikett lädst du als PDF in der Größe deiner Rolle herunter und druckst es über den Druckertreiber deines Etikettendruckers, zum Beispiel von Brother oder Epson. Für den professionellen Druck lädst du das Etikett als PNG mit transparentem Hintergrund oder als JPG bis 600 dpi herunter.

Video: Lebensmitteletiketten im Etiketten-Generator gestalten und herunterladen. Mehr dazu in der Anleitung Lebensmitteletiketten erstellen.

Etiketten-Software für deinen Etikettendrucker

LMIV-Etiketten aus deiner Rezeptur als PDF für deinen Etikettendrucker, ab Paket S für 150 € im Jahr.

Lebensmitteletiketten selbst drucken oder drucken lassen?

Die Druckerei ist pro Etikett oft günstiger, druckt aber erst ab einer Mindestmenge und mit Vorlauf. Der eigene Drucker kostet in der Anschaffung, dafür druckst du jede Menge sofort.

Lebensmitteletiketten drucken Kosten: Kosten pro Etikett beim Drucken lassen einzeln, als Rolle und beim selber Drucken mit eigenem Etikettendrucker für 500 Euro, von 10 bis 100.000 Etiketten
Kosten pro Etikett: drucken lassen einzeln oder als Rolle gegenüber selber drucken inklusive 500 € für den Drucker. Ab rund 20.000 Etiketten ist der eigene Drucker günstiger als die Rolle aus der Druckerei. * Beispielrechnung mit 500 € für den Drucker und Thermo-Etikettenrollen mit 450 Etiketten für 6,41 € netto, ohne Versand und Arbeitszeit.
  • Eigener Etikettendrucker für Lebensmittel: lohnt sich, wenn sich MHD, Losnummer, Rezeptur oder Sorten oft ändern. Rechnerisch liegt die Grenze gegenüber der Druckerei grob bei 10.000 bis 20.000 Etiketten, je nach Druckerpreis und Etikettengröße.
  • Druckerei: passt für den Start mit wenigen Sorten und für große Auflagen gleicher Etiketten.
  • Beides kombinieren: Die Druckerei liefert vorbedruckte Etiketten mit Logo und Farbe, die wechselnden Angaben druckst du mit dem Thermodirektdrucker dazu.

Die Druckdateien bekommst du für alle drei Wege aus der Rezeptrechner Software. Wie du ein komplettes Etikett erstellst, zeigen unsere Beispiele für Etiketten für Lebensmittel, etwa für Marmeladenetiketten. Welche Programme Etiketten aus der Rezeptur erstellen, zeigt der Vergleich Beste Etiketten Software für Lebensmittel.

So legst du los

  1. 1Kostenlos ausprobieren: Registrieren und die ersten Rezepte anlegen.
  2. 2Zugang buchen: Etiketten nach LMIV mit eigenen Zutaten sind ab Paket S enthalten. Jetzt Zugang buchen, sofort freigeschaltet.
  3. 3Drucker und Rollen wählen: Passend zu deiner Etikettengröße, Beratung bei unseren Fachhändlern.
  4. 4Layout speichern und drucken: Etikettengröße einmal als Vorlage anlegen, danach jede Sorte mit wenigen Klicks drucken.

Häufige Fragen zum Etikettendrucker für Lebensmittel

Welcher Etikettendrucker eignet sich für Lebensmittel?

Für die meisten Lebensmitteletiketten eignet sich ein Thermodirektdrucker, weil er ohne Tinte und Farbband druckt und nur Etikettenrollen braucht. Für Standardgrößen bis 60 mm Breite reicht ein 2-Zoll-Drucker wie der Brother TD-2135N, für Flaschen und große Verpackungen ein 4-Zoll-Drucker wie der Brother TD-4520DN. Wer Farbetiketten mit Logo braucht, druckt mit einem Farbetikettendrucker wie dem Epson ColorWorks CW-C4000e. Die Etiketten selbst gestaltest du in der Rezeptrechner Software und druckst sie als PDF.

Was ist ein Thermodirektdrucker?

Ein Thermodirektdrucker ist ein Etikettendrucker, der ohne Tinte, Toner oder Farbband druckt: Der Druckkopf erhitzt ein wärmeempfindliches Thermopapier, das sich an diesen Stellen schwarz färbt. Lebensmittelbetriebe sparen so Verbrauchsmaterial, brauchen aber passende Thermo-Etikettenrollen. Die Etiketten sind für Gläser, Schachteln und Beutel geeignet, vertragen aber keine dauerhafte Hitze oder direkte Sonne.

Welcher Etikettendrucker eignet sich für Gläser und Flaschen?

Für Marmeladengläser und andere Standardgläser reicht meist ein 2-Zoll-Etikettendrucker mit Etiketten bis 60 mm Breite, zum Beispiel der Brother TD-2135N. Flaschenetiketten sind breiter und höher, dafür brauchst du einen 4-Zoll-Drucker wie den Brother TD-4520DN. In der Rezeptrechner Software stellst du die Etikettengröße passend zu Glas oder Flasche in Millimetern ein und speicherst sie als Vorlage für alle Sorten.

Kann ich Lebensmitteletiketten in Farbe selbst drucken?

Ja, mit einem Farbetikettendrucker wie dem Epson ColorWorks CW-C4000e. Er druckt mit wischfester und wasserbeständiger Pigmenttinte, also Logo, Bilder und LMIV-Angaben in einem Druck. Alternativ druckst du mit einem Thermodirektdrucker schwarz auf vorbedruckte Etiketten, auf denen Logo und Farben schon von der Druckerei stehen. Beides funktioniert mit dem PDF aus der Rezeptrechner Software.

Lohnt sich ein eigener Etikettendrucker?

Ein eigener Drucker lohnt sich vor allem, wenn sich Daten oft ändern: MHD, Losnummer, Rezeptur oder Sorten. Rechnerisch liegt die Grenze gegenüber der Druckerei grob bei 10.000 bis 20.000 Etiketten, je nach Druckerpreis und Etikettengröße. Für die ersten Testprodukte ist eine Druckerei oft günstiger. Die Rezeptrechner Software liefert dir für beide Wege die Druckdatei, als PDF für den eigenen Drucker oder als PNG und JPG bis 600 dpi für die Druckerei.

Welche Etikettengröße brauche ich für Lebensmittel?

Die Größe hängt von der Verpackung und den Pflichtangaben ab. Ein Glas Marmelade kommt oft mit 60 × 80 mm aus, für Flaschen oder Beutel mit Nährwerttabelle brauchst du meist mehr Platz. In der Rezeptrechner Software stellst du Höhe und Breite in Millimetern ein, blendest die Nährwerttabelle ein oder aus und siehst sofort, ob alles passt. Die Mindestschriftgröße der Nettofüllmenge prüft die Software beim Gestalten.

Welche Software brauche ich für Lebensmitteletiketten?

Du brauchst eine Software, die Zutatenliste, Allergene und Nährwerte aus der Rezeptur berechnet und ein druckfertiges Etikett ausgibt. Mit der Rezeptrechner Software gestaltest du das Etikett mit eigenem Layout und lädst es als PDF für deinen Etikettendrucker herunter. Etiketten nach LMIV sind ab Paket S für 150 € im Jahr enthalten, die Jahreslizenz buchst du direkt online.